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MEIN ALPTRAUM IST REALITÄT

MEINE WIRKLICHKEIT WIRD TRAUMATISCH

Ich habe einen Traum. Die Bahn fährt. Ich sitze fest. Der Zug fährt immer weiter. Ich steige nicht aus, aber merke dass ich zu weit fahre. Ich überschreite die Grenze, fahre zu lange in die selbe Richtung. Der Zug hält nicht mehr an. In den offenen Abteilen um mich herum ist viel los. Ich bin mittendrin, aber trotzdem denke ich starr vor mich hin, unwirklich und deplatziert zu sein. Ich schalte mich aus dem Trubel aus. Ich denke, ich sollte aussteigen – in eine andere Richtung fahren. Vielleicht lieber zu Fuß gehen, aber dabei nicht die Orientierung verlieren. Bevor ich losrenne, sollte ich wissen wohin ich so schnell fliehen muss. Nicht vor etwas weglaufen, dessen ich mir nicht im Klaren bin, was es überhaupt ist. Woher die Bedrohung überhaupt rührt. Ist meine Welt einmal in Gang gekommen, kann es ganz schön zügig zu schnell werden. Die eigentliche Welt hält unterdessen still. Anstelle der Erdumdrehung zu folgen, scheine ich mich um die Erdachse zu wirbeln. Es wird mmer schneller. Wie im Karussel. Immer mehr zu wollen funktioniert nicht. Irgendwann ist alles durcheinander. Ich verliere die Orientierung und drehe mich schneller, als die Welt es indes schafft sich um mich herum zu bewegen.

Meine Wirklichkeit wird traumatisch. Mein Traum ist Realität. Ich weiß nicht, wie ich entkommen kann. Ich schaffe es schwer wieder wach zu werden. Vor meinem geistigen Auge tauchen Wörter auf, die mich gefangen halten.

Das böse Erwachen kommt in Form und Vertretung der vollziehenden Gewalt – die allgegenwärtige Exekutive. Ich lasse nach der Polizei rufen. Ich will geschützt werden. Die Beamten schützen mich vor mir selbst. In jedem Menschen erkenne ich etwas, das mich erinnert. Jede Geste verstehe ich zu interpretieren. Aus Plakaten und Straßenschildern stelle ich Verknüpfungen her, nehme Empfindungen, Erinnerungen und Eindrücke stärker wahr und kombiniere zu viel davon miteinander. Alles bezieht sich auf mich. Es ist eine Täuschung, die mich in jede mögliche Richtung lenkt. Aus meiner verschobenen Realität drehe und wechsle ich die Fronten, sodass mich schlussendlich nur der künstliche Schlaf zur Ruhe setzt. Man möchte bezwecken, dass ich wieder natürlich Träume im Ruhezustand erleben kann. Mein Verstand ist im Wachkoma. Er will mich nicht schlafen lassen. Die Überzeugung, handeln zu wollen, sitzt zu fest. Ich wehre mich gegen die Medikamente und möchte mich nicht behandeln lassen. Meine Gabe will ich mir nicht nehmen lassen. Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein spricht zu mir. Man kann mich nicht dazu zwingen eine Pause einzulegen. Aber ich merke schneller als gedacht, dass ich keine Wahl habe – nicht so schnell wieder vor das Gitterfenster gelange. Ich muss kooperieren. Niemand will mir etwas Böses. Ich beschwöre die innere Stimme in mir, fordere sie heraus und höre auf den falschen Instinkt. Immer noch kann ich die Realität von der Illusion nicht unterscheiden. Mein Gefühl sagt mir, ich werde überwacht. Mich verfolgt der Gedanke, die Ärzte wollen mich vergiften. Die Schwestern sind beauftragt meine Persönlichkeit auszuschalten.

Ich kämpfe täglich gegen den Wahnsinn.
Ein, zwei, drei Mal habe ich bereits verloren.
Den Kampf, aber auch den Wahnsinn.
Er gehört dazu, beide tun es.

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