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ZU VIELE GESICHTER IN EINER PERSON KÖNNEN DAS SELBSTBILD TRÜBEN

Welche der beiden Personen bin ich wirklich? Keine der beiden bin ich ganz.

Himmelhochjauchzend – Zu Tode betrübt. Eine grobe Schilderung der gegensätzlichen Zustände manisch und depressiv.

Wie Nord – und Südpol auf einer Insel gemeinsam. Ein Leben im ständigen Wechsel zwischen Hoch und Tief. Die Achterbahnfahrt darf ankotzen.

 

In der Manie bin ich als Bipolar Betroffener euphorisch aufgelegt und stehe vollkommen enthusiastisch mitten im Leben. Ideen setze ich rasch und erfolgreich in die Tat um. Meine Vorhaben gelingen, weil mir alles äußert gut von der Hand geht. Ich bin überwältigt von der Vielfalt der sich mir ergebenden Möglichkeiten. Meine rege Unternehmungslust treibt mich an. Ich handle intuitiv richtig, bin weltoffen und fühle mich stark.

In der Depression bin ich antriebslos, entscheidungsunfähig und kann mich zu nichts aufraffen. Weil ich keinen Grund mehr kenne, warum es lohnenswert wäre etwas anzustellen. Mich kümmert nichts. Ich verkümmere. Ich kann mich um nichts kümmern. Ich nehme am Leben nicht mehr teil. Alles zieht an mir vorüber. Mir fehlt ein Ziel. Mein Wille ist mir abhandengekommen. Ich verkrieche mich und fühle mich zum Verzweifeln schlecht und wertlos, als wäre ich nicht mehr existent.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Allgemein

1 Kommentar

  1. olivierhess sagt

    Es sind nicht nur 2 Gesichter, sondern das Gesamtbild des Ich teilt sich in Facetten. Zersplitterung durch zu viel und zu wenig Abstand zur Realität und zu Tagträumen.

    Gefällt mir

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