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GEFÜHLE WIE BINDUNGSANGST UND VERLUSTANGST WIEGEN SCHWER

Unbegreiflich. Angreifbar. Unantastbar. Nie mehr unberührt. Ständig auf der Suche. Spieglein, Spieglein.

Leidenschaft entfacht. Für mich. Nicht wirklich für dich. Wird es ernst? Nähert sich die Angst, mich selbst aufzugeben. Mich selbst verlieren will ich nicht. Ich will frei sein. Frei sein bedeutet allein sein. Was mache ich wenn ich nicht frei sein kann, weil ich nicht allein sein möchte. Und was ist wenn ich allein sein muss, weil ich frei sein will.

Bin ich gesund, wenn ich  beschließe es sei das Beste das zu glauben. Das sagt nicht meine Ärztin. Das sage ich. Es soll nicht mehr vordergründig um meine bipolare Störung gehen, sondern die Fähigkeit Liebe zu empfinden. Nein. Dagegen nehme ich Tabletten. Achso. Meine Ärztin sagt die Tabletten sind gegen die bipolare Störung und vorallem gegen eine weitere Psychose. Die Psychose und die bipolare Störung habe ich nun seit 7 Jahren im Griff. Es gibt nun normalere Probleme im Leben zu bewältigen. Nachdem ich beginne meine chronische Erkrankung als Nebenschauplatz zu betrachten, geraten andere Störungen in den Vordergrund. Der Zwang geliebt werden zu wollen. Nichts daran ist viel besser. Es lässt sich nur normaler darüber sprechen. Weil andere Mitmenschen Gefühle wie Bindungsangst oder Verlustangst ebenso empfinden und nachvollziehen können.

Ein Leben teilen bedeutet Kompromisse schließen, habe ich gehört. Nur wenn ich auf einen Teil von mir verzichte, kann ich Jemandem an meiner Seite Raum geben. Ich möchte mich bereit machen für den eigenen Verlust. Verlustangst soll von mir abfallen. Meinen bisherigen Weg ein Stück weit aufgeben zu können, wenn ich für einen neuen Weg zusammen bereit bin. Ich erfülle mein Leben nicht mehr allein, sobald ich Platz schaffe für vereinte Erfüllung. Vereint sein, bedeutet nichts anderes als nur noch die Hälfte von mir selbst ausschöpfen zu können. Eine Hälfte gebe ich ab. Eine neue gewinne ich dazu. Zu zweit sein ist gewöhnlich, beständig und die Aufgabe der eigenen Unabhängigkeit. Ich bleibe bei dem einen Menschen, wenn ich es schaffe ihm ein Strahlen zu schenken ohne nur an mich zu denken. Wenn ich aufhöre nur noch für mich selbst zu strahlen oder nur mich zu sehen. Wenn ich vergesse was Verzicht bedeutet.

Indem ich meinem Gegenüber tief in die Augen blicke und mich ausliefere, zeige ich meine Gefühle. Stimmt das? Ich habe keine Ahnung.

Ich strahle in mich hinein. Doch die Sonne strahlt nicht mehr nur für mich. Ich bin jetzt glücklich, weil es dich gibt. Das will ich dich wissen lassen. Weil es nun nicht mehr nur um mich gehen soll. Ich bin immer in mich selbst verliebt, wenn ich mich vermeintlich in Jemand fremdes vergucke. Das soll aufhören. Es geht nicht nur darum mich selbst zu lieben und es dreht sich nicht alles nur um mich. Ich möchte meine Freude über deine Gesellschaft frei  hinaustragen. Nicht mehr mich selbst feiern, sondern uns. Sobald ich an diesem Punkt angelangt bin, passiert etwas richtiges mit mir.  Im Augenblick bin ich noch verrückt. Verrückt nach Leben. Verrückt nach Liebe. Liebe die nie lange genug andauert, weil es nicht die beständige Form davon ist, sondern die exzessive.

 

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